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Transkatheter-Aortenklappen-Implantation (TAVI) bei Aortenklappenstenose

Die Aortenklappenstenose (AS) ist der häufigste Herzklappenfehler und tritt in der Regel ab dem 65. Lebensjahr auf. Die Aortenklappe fungiert als Ventil. Durch diese pumpt das Herz das Blut zurück in den Körperkreislauf. Ist dieses Ventil verengt, entsteht eine Mangeldurchblutung in Körper und Gehirn.

Symptome

Die Verengung der Herzklappe nimmt nur langsam zu. So verläuft der Herzklappenfehler in vielen Fällen über Jahre ohne Symptome. Wenn die typischen Symptome auftreten, gilt dies bereits als Warnhinweis: Viele Patienten bemerken Atemnot bei Belastung, ein Gefühl der Brustenge (Angina Pectoris) und eine insgesamt verminderte Belastbarkeit. Zusätzlich können Schwindel und ein plötzlicher Bewusstseinsverlust auftreten.

Ein Herzgeräusch oder Veränderungen im Ultraschall des Herzens sind aber schon in diesem Stadium nachweisbar, so dass hierdurch  eine frühzeitige Diagnostik möglich wird und somit der optimale Therapiezeitpunkt erkannt werden kann.  

Diagnostik

  • Anamnese
  • körperliche Untersuchung („Herzgeräusch“)
  • EKG
  • Ultraschall des Herzens (Transthorakale Echokardiografie, TTE)
  • Schluckecho-Untersuchung (Transösophageale Echokardiographie, TEE)
  • Rechts- und Linksherzkatheteruntersuchung

Therapie

Bei der operativen Behandlung der Aortenklappenstenose wird die erkrankte Klappe entfernt und durch eine künstliche oder biologische Klappenprothese ersetzt. Da die Erkrankung oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird und der Gesundheitszustand der Patienten sich dann innerhalb kurzer Zeit verschlechtert, kommt diese Behandlung aufgrund eines erhöhten OP-Risikos nicht für alle Patienten in Frage.

Moderne Klappenersatztechniken und Therapieansätze bieten jedoch heute sehr gute Perspektiven. Durch ein interventionelles Katheterverfahren (über einen Zugang der Leistenarterie oder Herzspitze) ist es möglich die erkrankte Klappe zu ersetzen. Dieses minimal-invasive Verfahren wird transfemoraler Aortenklappenersatz (TAVI) genannt. Dabei gelangt die implantierbare Klappe via Katheter zum Herzen und wird mittels Ballon in die verkalkte Klappe gepresst.

Ob der Klappenersatz operativ von den Herzchirurgen oder bei einem erhöhten OP-Risiko minimal-invasiv via Katheter von den Kardiologen durchgeführt werden sollte, wird für jeden Patienten im Contilia Herz- und Gefäßzentrum gemeinsam im Team entschieden.


FAQs

Wie erkenne ich einen Herzklappenfehler der Aortenklappe? Wie mein Arzt?

  • Auftreten von Symptomen wie Schwindel, Bewusstlosigkeit, Engegefühl in der Brust, Luftnot unter Belastung
  • Durch Auskultation („Abhören“) kann der Arzt ein Herzgeräusch feststellen
  • Der Herzultraschall bei einem Kardiologen oder in der Klinik kann dann den Schweregrad der Klappenverengung einschätzen.






Autor und Ansprechpartner zum Thema

Dr. med. Alexander Wolf

Contilia Herz- und Gefäßzentrum
Klinik für Kardiologie und Angiologie

Klara-Kopp-Weg 1
45138 Essen

 

herzklappen@contilia.de

Weitere Angebote
ICD-Codes

I06. - Rheumatische Aortenklappenkrankheiten

I35. - Nichtrheumatische Aortenklappenkrankheiten
I35.0 - Aortenklappenstenose
I35.1- Aortenklappeninsuffizienz
I35.2 - Aortenklappenstenose mit Insuffizienz

I08. - Krankheiten mehrerer Herzklappen

Synonyme

Valvuläre Aortenstenose
Aortenstenose