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Renale Denervierung bei Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit und weltweit die Todesursache Nummer eins. Wenn der Blutdruck den Wert von 120/80 mmHg dauerhaft massiv überschreitet, drohen langfristig Schäden an Nieren, Gefäßen und Gehirn sowie am Herzen.

Symptome

Leider bleiben die Symptome über lange Zeit im Verborgenen, weshalb eine konsequente Therapie oft vernachlässigt wird. Auch wenn ein Bluthochdruck keine Schmerzen verursacht, kann diese Erkrankung unbehandelt zu massiven Schäden an den Blutgefäßen führen.

Diagnostik

Wenn bei verschiedenen Messungen an unterschiedlichen Tagen Werte von 140 zu 90 mmHg oder höher auftreten, spricht man von einem Bluthochdruck. Für die Diagnose „Bluthochdruck” müssen nicht beide Grenzwerte des Blutdrucks überschritten sein. Auch wenn nur einer der beiden Grenzwerte (140 bzw. 90 mmHg) erreicht ist, liegt ein Bluthochdruck vor.

Therapie

Die Chancen stehen gut, den Blutdruck wieder in gesunde Bahnen zu lenken. Die Änderung des  Lebensstils ist dabei der erste Schritt, z.B. durch Gewichtsreduktion, regelmäßigen Sport und kochsalzarme Ernährung. Hiernach kommen blutdrucksenkende Medikamente zum Einsatz, die vom Haus-/ Facharzt entsprechend der Begleiterkrankungen verordnet werden. Sind all diese Maßnahmen nicht von Erfolg gekrönt, steht den Patienten im Contilia Herz- und Gefäßzentrum am Elisabeth-Krankenhaus eine weitere Therapieform zur Verfügung:

Die renale Denervierung ist ein neues Verfahren zur Behandlung des Bluthochdruckes und bedeutet eine „Durchtrennung“ von Nervenfasern. Bei dem minimal-invasiven Eingriff wird ein Katheter über die Leiste in die Nierenarterie vorgeschoben. Dort werden dann, für den Patienten kaum spürbar, Nervenbahnen verödet. Dadurch kommt es in den meisten Fällen zu einer dauerhaften Senkung des Blutdrucks.
Bereits am Folgetag kann der Patient das Krankenhaus verlassen, eine 24h-Blutdruckmessung als Kontrolle sollte nach drei und sechs Monaten erfolgen.

Autor und Ansprechpartner zum Thema

Contilia Gruppe | Dr. Thomas SchmitzDr. med. Thomas Schmitz

Contilia Herz- und Gefäßzentrum
Klinik für Kardiologie und Angiologie

Klara-Kopp-Weg 1
45138 Essen
bluthochdruck@contilia.de

Weitere Angebote
ICD-Codes

I10. -     Essentielle (primäre) Hypertonie

I10.0 -    Benigne essentielle Hypertonie
I10.00    Benigne essentielle Hypertonie: Ohne Angabe einer hypertensiven Krise
I10.01    Benigne essentielle Hypertonie: Mit Angabe einer hypertensiven Krise

I10.1-    Maligne essentielle Hypertonie
I10.10    Maligne essentielle Hypertonie: Ohne Angabe einer hypertensiven
Krise
I10.11    Maligne essentielle Hypertonie: Mit Angabe einer hypertensiven
Krise

I10.9-    Essentielle Hypertonie, nicht näher bezeichnet
I10.90    Essentielle Hypertonie, nicht näher bezeichnet: Ohne Angabe einer
hypertensiven Krise
I10.91    Essentielle Hypertonie, nicht näher bezeichnet: Mit Angabe einer
hypertensiven Krise

Synonyme

Hypertonie
Arterielle Hypertonie