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Contilia Gruppe | Kardiale Magnetresonanztomographie (CMR)

Kardiale Magnetresonanztomographie (CMR)

Kardiale Magnetresonanztomographie (CMR)

Die kardiale Magnetresonanztomographie ist eine hochspezialisierte Methode, mit der sich detaillierte Aufnahmen vom Herzen anfertigen lassen. Da diese durch die Verwendung starker Magnetfelder entstehen, kommt die Methode ohne Röntgenstrahlung aus und ist für den Patienten weder schädlich noch schmerzhaft.

Indikationen

Die kardiale Magnetresonanztomographie (CMR) kann in vielen Situationen zur Abklärung einer Herzerkrankung beitragen. Nach einem Herzinfarkt lässt sich beispielsweise feststellen, wie ausgeprägt die Schädigung des Herzmuskels ist. Dadurch kann der langfristige Nutzen beispielsweise einer Bypassoperation abgeschätzt werden. Die kardiale MRT ist auch die einzige Methode, durch die sich gefährliche Herzmuskelentzündungen oder eine Mitbeteiligung des Herzens im Rahmen anderer Erkrankungen erkennen lassen. Spezialuntersuchungen erlauben es, die Durchblutung des Herzens durch verengte Herzkranzarterien darzustellen und ein Risiko für einen Herzinfarkt erkennen.

Ablauf

Bei der MRT- Untersuchung wird der Patient auf dem Rücken liegend untersucht. Die MRT-Liege wird in den Kernspintomographen, auch „die Röhre“ genannt, hineingefahren, bis sich der Oberkörper in dem röhrenförmigen Magneten befindet. Jede einzelne Aufnahme wird in dem Raum neben dem Kernspintomographen, der nur durch eine große Glasscheibe abgetrennt ist, geplant und koordiniert. Der Untersuchungsablauf wird ständig individuell angepasst. In einer Untersuchung werden hunderte von Bildern aufgenommen, um die Lage des Herzens, die Funktion und Größe aller Herzkammern zu untersuchen. Hierdurch können sehr zuverlässig Funktionsstörungen des Herzens diagnostiziert und beurteilt werden. Weiterhin ist es möglich, angeborene und bisher unerkannte Herzfehler zu erkennen. Ein Bestandteil einer jeden Untersuchung ist die der Struktur des Herzmuskels mit Hilfe eines Kontrastmittels.

Was ist zu beachten?

Der gesamte Ablauf der Untersuchung wird anhand der Anfangs aufgenommenen Schnittbilder des Herzens geplant. Deshalb ist es wichtig, dass Sie während der Untersuchung die anfängliche Position beibehalten und Arme oder Beine nicht überkreuzen.
Die kardiale Magnetresonanztomographie bedient sich starker Magnetfelder. Diese können mit magnetischen Gegenständen interagieren und zu Verletzungen, Verbrennungen oder Bildfehlern führen. Vor einer Untersuchung müssen deshalb am Körper befindliche Metallteile, Schmuck und Piercings entfernt werden. Bei metallhaltigen Implantaten, implantierten Pumpen, Schrittmachern, Defibrillatoren oder Clips muss in jedem Falle eine Prüfung des Gerätes auf MRT- Tauglichkeit erfolgen. Moderne künstliche Herzklappen sind in der Regel MRT tauglich. In sehr seltenen Fällen kann es bei v.a. älteren Tattoos zu Verbrennungen durch metallhaltige Farbpigmente kommen, die heute üblichen Tattoos weisen diese Problematik nicht auf.
Während der Untersuchung wird ein Kontrastmittel gegeben, das in den meisten Fällen gut vertragen wird. Bei Patienten mit hochgradig eingeschränkter Nierenfunktion kann es hierdurch jedoch extrem selten zu einer schwerwiegenden, nicht behandelbaren Bindegewebserkrankung (nephrogene systemische Fibrose) kommen. Deshalb ist es wichtig, dass die Nierenwerte vor einer MRT Untersuchung überprüft werden
Für eine Standarduntersuchung („Ruhe-MRT“) müssen keine Vorkehrungen getroffen werden. Wird jedoch eine Spezialuntersuchung durchgeführt („Stress – MRT“), so sollten die Patienten nüchtern sein und 24h vor der Untersuchung auf die Einnahme von Betablockern, Kaffee, Tee, Coca Cola, Bananen und Schokolade verzichten

FAQs

Was muss ich vor einer Untersuchung beachten?

  •  Die Nierenfunktion sollte vor einer MRT Untersuchung überprüft werden
  •  Metallische Implantate müssen auf ihre MRT- Tauglichkeit geprüft werden

Was muss ich vor einer Stress-Untersuchung beachten?

  •  Sie sollten mindestens 4 Stunden vor der Untersuchung keine Nahrung mehr zu sich nehmen
  • 24h vor der Untersuchung sollten Betablocker pausiert werden
  • 24h vor der Untersuchung sollten kein Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke (Cola, Energy Drinks), Schwarz- oder Grüntee, kakaohaltige Nahrungsmittel (Schokolade) mehr aufgenommen werden

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Ansprechpartner zum Thema

Contilia Gruppe | Dr. med. Christoph JensenDr. med. Christoph J. Jensen

Contilia Herz- und Gefäßzentrum
Klinik für Kardiologie und Angiologie
Funktionsoberarzt Kardiale Bildgebung

Klara-Kopp-Weg 1
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Fon +49 201 897 86222
Fax +49 201 288 525
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Informationsmaterial zum Thema

Contilia Gruppe | MRT des Herzens

Magnetresonanztomografie (MRT) des Herzens

Der Flyer "Magnetresonanztomografie (MRT) des Herzens" mit weiteren wissenswerten Informationen für Patienten als PDF-Datei.

Synonyme

Kernspintomographie des Herzens