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Leistungsspektrum Elektrophysiologie / Ablation

Herzstolpern und Herzrasen sind Befindlichkeiten, die viele Menschen in ihrem Leben schon einmal wahrgenommen haben. Somit hat nicht jede kurze Störung des Herzrhythmus Krankheitswert. Auf der anderen Seite können Herzrhythmusstö­rungen auch Ausdruck einer schweren zugrunde liegenden Erkrankung des Herzens sein. In diesem Fall kann die Rhythmusstörung zu einer direkten Gefährdung des Patienten führen. Gutartige Herzrhythmusstörungen sind weitaus häufiger als bedrohliche Formen, jedoch bedürfen Herzrhythmusstörungen im individuellen Fall einer sorgfältigen kardiologischen Abklärung.

Bei der elektrophysiologischen Untersuchung des Herzens handelt es sich um ein kathetergestütztes Verfahren zur Beurteilung der elektrischen Impulsausbreitung im Herzen. Während dieser Untersuchung, die im Herzkatheterlabor durchgeführt wird, werden modifizierte Kabel (Katheter) über einen venösen Zugang in die rechtsseitigen der linksseitigen Herzhöhlen eingeführt. Über diese Kabel wird die elektrische Aktivität des Herzens abgeleitet. Bei Störungen besteht dann die Möglichkeit, Herzgewebe so zu modifizieren (Ablation), dass die normale Reizleitung wieder hergestellt wird.

Ablation

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Ablation stellt ein Verfahren zur Behandlung von Rhythmusstörungen in der Kardiologie dar. Dabei stammt der eigentliche Begriff aus dem lateinischen und bedeutet „abtragen“. Dieser Begriff wurde gewählt, da dieses Verfahren zunächst zur kathetergestützten Entfernung von Leitungsbahnen aus dem Herzen verwendet wurde. Dabei wird ein lenkbarer Katheter an die vorher lokalisierte Stelle des Herzens geführt und dann ein Wärmeimpuls abgegeben. Diese Wärme wird durch einen Generator produziert, der einen Wechselstrom mit einer Frequenz von 500 – 1000 kHz produziert (Radiofrequenzablation).

Im Herz- und Gefäßzentrum der Contilia werden alle Formen der Ablation durchgeführt (u.a. AV-Knoten-Reentry-Tachykardien, akzessorische Leitungsbahnen, Vorhofflattern, Vorhofflimmern, ventrikuläre Tachykardien). Als Techniken werden die Hochfrequenzablation, der Cryoballon und die Laserablation eingesetzt. 

Literatur

  1. Bruch C, Dagres N, Wieneke H, Herborn C, Brand-Mainz K, Erbel R. Sinusknotendysfunktion mit intermittierendem Sinusarrest und AV-junktionaler Ersatzrhythmus als Erstmanifestation eines Phäochromozytoms. Z Kardiol 2002;91:81-87 [0.764 (ISI 2002)].
  2. Dagres N, Gutersohn A, Wieneke H, Sack S, Erbel R. A new hereditary form of ectopic atrial tachycardia with autosomal dominant inheritance. Int J Cardiol. 2004 ;93:311-3 [1.873 (ISI 2004].